Fair fischen

Wenn Sie in unseren Bergbächen oder Kalkflüssen mit uns fischen, denken Sie daran, dass in diesen Gewässern zu einem grossen Teil wilde, angepasste Fische lokaler Rassen leben. Es liegt uns viel daran, dass diese natürlichen Bestände geschont werden. Deshalb sollte die Entnahme verantwortungsbewusst limitiert werden und darüberhinaus alles getan werden, um die Fische schonend zu behandeln.

Bitte beachten Sie, dass die schweizerische Fischerei- und Tierschutzgesetzgebung klare Regeln für den Umgang mit Fischen festlegt:

- für Patente mit mehr als 1 Monat Dauer ist eine Anglerprüfung notwendig (minimal 3 Lektionen mit Abschlussprüfung)
- nur widerhakenloses Fischen (lokale Ausnahmen, z. B in Seen, möglich)
- C&R Strecken sind verboten (Fische die beim Fang wenig verletzt wurden, und einen oekologischen Wert darstellen (z.B. Bachforellen, Aeschen) dürfen aber individuell zurückgesetzt werden)
- kein Fotografieren von lebenden Fischen ausserhalb des Wassers (toleriert wird Bild wo der Fisch in natürlicher Lage nur kurzfristig im Wasser festgehalten werden muss)
- stark verletzte Fische müssen getötet werden
- Fische, die Sie entnehmen wollen, müssen nach der Betäubung (Kopfschlag) entblutet werden (Ausnehmen oder Kiemenschnitt)

Bitte beachten sie, dass jeder Fang den Fisch belastet; Starke Verletzungen und unvorsichtiger Umgang mit gefangenen Fischen kann zum Tod der Tiere führen. Währenddem beim Angeln mit künstlichen Ködern nur mit wenigen Verlusten zu rechnen ist (1-10%) , führen Naturköder oft zu hohen Verlusten (bis über 40%).

Wie sich das auf den Fischbestand auswirken kann, können sie mit dem Mortalitätsrechner (Graphikversion für Canvasfähige Browser (Firefox, Google Chrome); Textversion für Internet Explorer hier) kalkulieren.

Sie können aber viel dazu tun, die Belastung für die Fische beim Angeln gering zu halten

- Drill so kurz wie möglich halten (angepasste Schnurstärke, ev. flussabwärts drillen),
- Fischen Sie nur dort, wo der Fisch auch sanft zurückgesetzt werden kann (niemals zurückwerfen!)
- niemals Fische mit trockenen Händen anfassen- wenn immer möglich im Wasser abhaken
- erschöpfte Fische sanft in der Strömung halten, bis sie von selbst davonschwimmen

Machen sie Mitangler, die sich am Fischwasser nicht richtig verhalten, sanft aber bestimmt auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam. Nur eine nachhaltige und tierschutzgerechte Fischerei hat eine Zukunft.

An manchen Tagen steigen die Fische wie wild und die Chance ist gross, dass Ihre Fliege tief geschluckt wird. Wenn sie keine Fische entnehmen möchten, empfehlen wir Teasing, also Fischen ohne Haken. Das wird für die meisten von Ihnen eine neue Erfahrung sein, aber glauben Sie mir- es ist spannend und stellt sicher, dass sie am Abend mit ruhigem Gewissen von einem tollen Fischertag erzählen können.

Lesen Sie dazu den Artikel "Hookless Fly-Fishing Is a Humane Advance " publiziert von Pete Bodo in "The New York Times "

copyright Rolf Frischknecht
Sehen Sie sich das Video über Teasing an- und probieren Sie es mal aus Teasing Fliege

 

Kontaktieren Sie uns doch einfach um mit uns im Berner Oberland, im Doubs oder in anderen Gewässern zu fischen.

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